Die DMAN lädt Auszubildende ein, interkulturelle Kompetenz zu erwerben

„Die Zukunft ist grenzenlos – mit interkultureller Kompetenz zum Erfolg“ – unter diesem Motto beschäftigten sich am 27. November 2012 rund 40 Auszubildende mit den spezifischen Anforderungen, die das Arbeiten in internationalen Teams mit sich bringt. Auf Einladung der Deutschen Management Akademie Niedersachsen (DMAN) diskutierten die Nachwuchskräfte, die teilweise auch ihre Ausbilder mitgebracht hatten, in den Räumen der Akademie im Schloss Celle lebhaft miteinander und mit den anwesenden Experten für Außenwirtschaft und interkulturelle Kommunikation.

In einer zunehmend globalisierten Welt wird die interkulturelle Kompetenz immer mehr zu einer Schlüsselqualifikation für Mitarbeiter, und das keineswegs nur in weltweit agierenden Großkonzernen. Auch in kleinen und mittleren Firmen gehören international zusammengesetzte Team längst zum Unternehmens­alltag.

Das kostenlose Seminar, das die DMAN mit Unterstützung der niedersächsischen Außenwirtschaftsgesellschaft NGlobal durchgeführt hat, sollte die jungen Erwachsenen deshalb motivieren, diese wichtige Kompetenz zu erwerben. „Unser Ziel ist es, Ihnen die interkulturellen Aspekte nahezubringen, die zwar eine Herausforderung darstellen, Ihre Arbeit gleichzeitig aber auch interessanter machen“, sagte Dr. Hendrik Schiffmann, Direktor Internationale Projekte und Beziehungen der DMAN, in seiner Begrüßungsansprache.

Der Vormittag des Seminars war der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema gewidmet.
Dirk Hertrampf, Asien/Pazifik-Referent von NGlobal, erläuterte die Bedeutung internationaler Wirtschaftsbeziehungen für Niedersachsen. Anschaulich schilderte Hertrampf die Chancen und die Herausforderungen der Internationalisierung, die ein definiertes Ziel der niedersächsischen Wirtschaftspolitik darstellt und deshalb auch entsprechend gefördert wird.

Der nächste Vortrag befasste sich mit der interkulturellen Kompetenz als Zukunftsqualifikation. Sylwia Chalupka-Dunse von culture.communication erläuterte, warum die Fähigkeit zur kulturübergreifenden Kommunikation so wichtig ist: Bereits heute lebt jeder 7. Mensch auf der Welt nicht dort, wo er geboren wurde. Tendenz steigend. Reisen in fremde Länder, Wissen über andere Nationen, selbst einen Migrationshintergrund haben – alles das trägt zum Verständnis fremder Kulturen bei. Wichtig ist hierbei aber nicht nur die fremde Kultur, sondern auch die Auseinandersetzung mit der eigenen.

Klaus-Peter Wagenführ von present Beratung und Training, der dritte Referent des Tages, informierte die Auszubildenden über die Anforderungen international aufgestellter Unternehmen an ihre Mitarbeiter. An den Beispielen Deutschland, USA und China erläuterte Wagenführ die kulturellen Unterschiede. In einem kleinen Test konnten die Teilnehmer dann sogar herausfinden, wie „kompatibel“ sie mit US-amerikanischen oder chinesischen Kulturstandards sind.

Im zweiten Teil des Seminars wurden die Teilnehmer dann selbst aktiv: In insgesamt drei Workshops erarbeiteten sie verschiedene Aspekte des Themas, die anschließend im Plenum präsentiert wurden. So beschäftigte sich eine Gruppe mit der Frage „Welche Eigenschaften muss ich mitbringen, um auch bei kulturellen Unterschieden im geschäftlichen Bereich erfolgreich zu sein?“ Ein zweiter Workshop war der Arbeit in interkulturellen Teams gewidmet. Die dritte Gruppe befasste sich mit unterschiedlichen Werten und Vorstellungen. In einem Planspiel wurden Konflikte herausgearbeitet, die sich aus kulturellen Unterschieden ergeben können. Denn: Konflikte muss man verstehen, um sie lösen zu können, so eine wesentliche Erkenntnis dieser Gruppe. 

Zum Ende der Veranstaltung informierte Judith Burr, Mobilitätsberaterin bei der IHK Hannover, in einem kurzen Vortrag über Auslandsaufenthalte während oder nach der Ausbildung.

In seiner Begrüßung hatte Dr. Schiffmann die Teilnehmer um ihr offenes Feedback zu dieser Pilotveranstaltung gebeten.  Mit ihren Rückmeldungen ermutigen die Teilnehmer die DMAN, weitere Seminar in dieser Reihe anzubieten:  Alle Auszubildenden und Ausbilder gaben an, das Seminar habe ihnen insgesamt „gefallen“ oder sogar „sehr gefallen“. Dabei werden die vielen detaillierten Anmerkungen den Veranstaltern helfen, das Format noch weiter zu verbessern. Es sieht also ganz so aus, als könnten sich die Auszubildenden in Celle und Umgebung auch im kommenden Jahr auf Nachwuchs­förderungs-Seminare im Schloss freuen.