Unternehmer aus der Ukraine und Moldau zur Weiterbildung in Celle
Mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort Deutschland auszuloten und möglichst viele Geschäftskontakte mit deutschen Unternehmen zu knüpfen, besuchte vom 10. April bis zum 5. Mai 2016 eine Gruppe von 15 ukrainischen und drei moldauischen Managern die DMAN.
Die Unternehmer kamen aus kleinen und mittelständischen Firmen und nahmen am Qualifizierungsprogramm „Fit for Partnership with Germany“ teil. Dieses Managerfortbildungsprogramm gibt es seit 1998. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert und von der GIZ koordiniert.
Die Teilnehmer hatten sich gut auf ihren Deutschlandaufenthalt vorbereitet und reisten hoch motiviert an. Die Gruppe setzte sich mehrheitlich aus Direktoren und Eigentümern der Unternehmen zusammen. Das erleichterte in den meisten Fällen die Geschäftsverhandlungen sehr, da direkt mit den Entscheidern verhandelt werden konnte.
Kontakte wurden aber auch innerhalb der Gruppe geknüpft. Es waren ja unterschiedlichste Branchen vertreten: IT und Telekommunikation, Elektronik, Messtechnik, Automobil, erneuerbare Energien, Gebäudetechnik (Gas, Licht, Heizung, Wasser), Logistik, Chemie, Druck und Möbel.
Entsprechend gemischt waren auch die Interessen und Zielstellungen. Das Spektrum reichte von dem Wunsch, deutsche Waren oder Anlagen einzukaufen oder mit deutschen Produkten zu handeln, bis hin zu dem Ziel, eigene Produkte zu verkaufen. Viele Unternehmer boten ihre Dienstleitungen für deutsche Partner an bzw. wollten Joint Ventures mit deutschen Firmen gründen. Oftmals scheiterten diese Vorhaben jedoch noch an den fehlenden Standards oder Zertifizierungen. Gerade in diesen Punkten gab das Programm wichtige Hilfestellungen.
Während der Trainings und speziell bei den Unternehmensbesuchen hatten die jungen Manager ausführlich Gelegenheit, sich mit den unternehmerischen Anforderungen in Deutschland und der EU vertraut zu machen. In den Einschätzungen wurde darüber hinaus immer wieder zum Ausdruck gebracht, wie wichtig das interkulturelle Verstehen gerade bei den Kontaktaufnahmen oder den späteren Verhandlungen doch ist.
Für Geschäftskontakte gab es jede Menge Spielraum bei den Gruppenbesuchen oder bei den individuellen Unternehmensbesuchen. Die HANNOVER MESSE bot die beste Gelegenheit zum Sammeln von Informationen, für Vergleiche von Leistungen und Service und natürlich zur Kontaktanbahnung. Zweifellos - ein Highlight im Programm!
Für einige Teilnehmer war der Besuch in Deutschland nicht der erste, aber er gehörte zu ihren erfolgreichsten. Für andere Teilnehmer hat das Fortbildungsprogramm in Celle dazu beigetragen, dass sie ihren außenwirtschaftlichen Fokus auf Deutschland legen wollen. Wir freuen uns jetzt schon auf die Ergebnisse des Follow-up-Treffens im nächsten Jahr.