Manager aus Tunesien machen sich fit für Kooperationen mit deutschen Firmen

Im Frühjahr 2021 führte die DMAN für Unternehmer aus Tunesien ein zweimonatiges virtuelles BMWi-Managerfortbildungsprogramm zum Thema Wirtschaftskooperation durch.

Die Gruppe von 18 Managern repräsentierte eine bunte Mischung aus Unternehmensgrößen (von unter 20 bis über 500 Mitarbeiter), Wünschen (Kooperationen, Einkauf, Verkauf) und Branchen, u.a. IT, Energie, Robotertechnik, Gerätebau, Textil- und Möbelindustrie, Lebensmittelproduktion, Hotellerie und Gastronomie.

Sie alle machten sich „Fit for Partnership with Germany“ und nutzten diese Chance, online Geschäftskontakte zu deutschen Unternehmen auf- und auszubauen.

Omar Ben Messaoud ist Produktionsdirektor bei der MASMOUDI PASTRY COMPANY, die mit 700 Mitarbeitern Konditoreiprodukte und Süßwaren herstellt. „Derzeit planen wir die Implementierung einer neuen Produktlinie für den tunesischen und den internationalen Markt. Wir haben bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit deutschen Partnern und wollen neue Kontakte knüpfen. Die virtuellen B2B-Kontakte und die Unterstützung durch die Tutoren sind dabei sehr hilfreich." Bei den interaktiven Trainings, virtuellen Unternehmensbesuchen und individuellen B2B-Treffen konnte er sich über aktuelle Managementmethoden und Trends informieren und austauschen. Er nutzte diese Chancen und verfolgt nun aktiv seine neuen Geschäftskontakte.

Achmed Kammoun, Direktor der Firma SPECTRA, Sfax,  installiert mit seinen 24 Mitarbeitern Photovoltaikanlagen und hat schon internationale Erfahrungen gesammelt.  Sein Unternehmen ist daran interessiert, mit deutschen Unternehmen bei der Realisierung von Photovoltaikkraftwerken in Afrika und beim Vertrieb zusammenarbeiten. Dafür hat er während des Trainings und bei den Unternehmertreffen gute Grundlagen geschaffen. „Wichtige Impulse gab mir das Präsentationstraining. So konnte ich meine Verhandlungsführung deutlich verbessern.“ Achmed Kammoun arbeitet derzeit mit zwei deutschen Firmen an der Umsetzung seiner Programmziele.

Auch die DMAN-Trainer und die Tutoren äußerten sich durchweg positiv über das virtuelle MP in diesen ungewöhnlichen Zeiten. So Julia Thoma, Programmleiterin China/ASEAN und International Personal Coach, die den Einführungsworkshop durchgeführt hat: „Am wichtigsten finde ich es in dieser besonderen Zeit, dass das virtuelle MP es uns ermöglicht, weltweit miteinander in Kontakt zu sein. Das ersetzt keinen persönlichen Kontakt, doch bin ich immer wieder überrascht, wie gut sich der Austausch im Plenum, aber auch in den Einzelcoachings gestaltet.“

Renke Ulonska (flow consulting) führt bei der DMAN das Präsentationstraining mit den Gruppen durch. Er konstatiert: „Das virtuelle MP eröffnet ausländischen Gruppen neue Möglichkeiten, deutsche Geschäftspartner auch in Pandemiezeiten strukturiert kennenzulernen. Es wird niemals in der Lage sein, ein Präsenz-Programm zu ersetzen, ermöglicht es jedoch, die Teilnehmer individuell zu verbinden und zu bereichern."

Die virtuell besuchten deutschen Unternehmen zeigten großes Interesse an Tunesien. Die tunesischen Teilnehmer konnten mit den Führungskräften Aspekte der Managementpraxis diskutieren, wobei mancher Teilnehmer erste Einblicke in die deutsche Unternehmenskultur erhielt.

Reinhold Umminger, Director Global Business bei der Technology Academy GmbH in Hannover äußerte sich positiv über das virtuelle Treffen: „Vor dem Hintergrund unserer eigenen Internationalisierungsaktivitäten schätzen wir den Austausch mit den Unternehmerdelegationen der DMAN. Die Fragen und die Chatkommentare der tunesischen Teilnehmer spiegeln das ausgeprägte Interesse an unserem Geschäftsmodell wider.“

Richard Trontsch, Manager Marketing Robotics Division bei der Yaskawa Europe GmbH, ergänzte: „Es ist eine wertvolle Gelegenheit für unser Unternehmen, Kontakte zu internationalen Unternehmergruppen wie hier aus Tunesien herzustellen und unsere Produkte und Strategien präsentieren zu können. Konkrete Anfragen im Nachgang zu diesen virtuellen Terminen zeigen ein großes Interesse an unseren Technologien.“

Durch die gelungene Kombination von virtuellen Trainings-Einheiten, dem gemeinsamen virtuellen Besuch deutscher Unternehmen und gezielten individuellen Geschäftskontakten erhielten die Teilnehmer ein umfassendes Bild davon, was für den Aufbau und die Intensivierung von deutsch-tunesischen Geschäftsbeziehungen elementar ist. Die Teilnehmer waren insgesamt sehr zufrieden mit dem Programm.