Kontinuierlicher Verbesserungsprozess beim russischen Energieerzeuger

Im Oktober 2015 konnten wir die zweite Gruppe von Führungskräften von OGK-2 begrüßen, dem größten russischen Unternehmen für die Erzeugung von Wärmeenergie.

Generaldirektor Denis N. Bashuk hatte selbst Anfang des Jahres an unserem Executive-MBA-Programm für die Graduate School of International Business der russischen Präsidenten-Akademie teilgenommen. Ihn beeindruckten damals die Ergebnisse des Programms, das aus einer gezielten Kombination von Theorie und Praxis, praktischer Anschauung und Workshop-Arbeit bestand.

Jetzt wurde dieses Prinzip auf das System der kontinuierlichen Verbesserung des Produktionsprozesses (KVP) angewendet, das OGK-2 derzeit entwickelt. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung von OGK-2 und den Kollegen der Graduate School of International Business haben wir ein Konzept erarbeitet, das die folgenden Komponenten miteinander verknüpfte: die vorbereitenden Arbeit in Russland und Deutschland, die Seminararbeit in Celle, die Erkundung der Praxis deutscher Unternehmen im Rahmen von Informationsbesuchen vor Ort sowie die eigene Entwicklungsarbeit von OGK-2.

Schwerpunktthemen der Seminarmodule waren die Methoden der Prozessoptimierung, die Motivation der Mitarbeiter zur Beteiligung am KVP-System und die Organisation eines solchen Prozesses im Unternehmen. Im Workshop erarbeiteten die Führungskräfte verschiedener OGK-2-Kraftwerke Wege der verbesserten Umsetzung ihres Systems. Für die Erkundung der Praxis wurden deutsche Kraftwerke, Zulieferunternehmen für die Energiebranche und große Industrieunternehmen besucht.

Die Ergebnisse der beiden Seminare dienen nun als Basis für die Weiterentwicklung des KVP-Systems bei OGK-2, das ein wichtiges Instrument für die Transformation des Unternehmens darstellt. „Den Aufenthalt in Deutschland und die Fachdiskussion mit Vertretern der deutschen Wirtschaft haben wir gebraucht, um die Probleme besser zu analysieren, die in unseren Kraftwerken gelöst werden müssen. Wir verstehen, dass die KVP-Kultur nicht einfach mechanisch von Unternehmen kopiert werden kann, die sie schon seit Jahrzehnten pflegen. Aber wir sehen die Resultate, die sie bringt, und erarbeiten unsere Schritte für ihren Aufbau bei OGK-2 unter Berücksichtigung der gesammelten Erfahrungen“,  sagt Generaldirektor Denis N. Bashuk.

Marina Sukhoroslova, Executive Director der Graduate School of International Business, sieht in diesem Format großartige Entwicklungsmöglichkeiten auch für weitere russische Unternehmen: „Wir gehen damit einen Schritt weiter als mit den üblichen Seminarformen. Denn wir vermitteln nicht nur Wissen und machen die Teilnehmer mit praktischen Erfahrungen vertraut, sondern unterstützen gleichzeitig auch die Umsetzung in den Unternehmen, die an unseren Weiterbildungsprogrammen teilnehmen.“