Internationale Beratertage 2019

Anna Urumyan beim Beratertag 2019 – Foto: Lara Doelle | Land Niedersachsen, alle Rechte vorbehalten

Kun Guo beim Beratertag 2019 – Foto: Lara Doelle | Land Niedersachsen, alle Rechte vorbehalten

Anna Urumyan berät einen Teilnehmer – Foto: Lara Doelle | Land Niedersachsen, alle Rechte vorbehalten

Kun Guo berät einen Teilnehmer – Foto: Lara Doelle | Land Niedersachsen, alle Rechte vorbehalten

Zum 11. Mal fanden die Internationalen Beratertage des Landes Niedersachsen statt. Am 27. November 2019 gab es auf Einladung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums in den Räumlichkeiten der IHK Hannover eine Plenarveranstaltung mit Präsentationen der Auslandsrepräsentanten und individuellen Beratungen. Erstmals sah das Format an den Folgetagen bedarfsorientierte länderbezogene Inhouse-Beratungen vor, die in verschiedenen IHK-Kammerbezirken organisiert wurden.

Niedersachsen hat seit Langem einen Kurs der Internationalisierung gewählt und bietet lokalen Firmen eine einmalige Möglichkeit, in strategischen Märkten auf die praktische Unterstützung und das fachliches Know-how der Repräsentanzen zuzugreifen.

Wenn man ein Motto sucht für dieses Jahr, so würde wohl DIVERSITY passen – angefangen von den stabilen und mehr oder weniger „einfachen“ skandinavischen Märkten  über  interessante  und spanende Entwicklungen in China, Russland und Iran bis hin zu exotischen Märkten wie Kuba  oder Südafrika. Der Welthandel und die internationalen Wertschöpfungsketten bekommen neue Facetten durch steigenden Protektionismus, Handelskriege und „My country first“- Politik.

Die Auslandsvertreter des Landes Niedersachsen nahmen die Teilnehmer mit auf eine virtuelle Weltreise. Ausführlich berichteten sie über die aktuellen Entwicklungen in interessanten Zielmärkten, zeigten Chancen und aktuelle Probleme auf. Die anhaltenden Sanktionen gegenüber Russland und der sich verschärfende Handelskrieg zwischen den USA und China wurden dabei ebenso thematisiert wie die aktuellen Herausforderungen in den Wirtschaftsbeziehungen zum Iran. Aber es gab auch Positives zu berichten – zum Beispiel zu Geschäftsmöglichkeiten in Skandinavien und den Aktivitäten niedersächsischer Unternehmen in den USA.

Das Interesse der Unternehmen an der Internationalisierung ist groß, aber nicht jedes Produkt und jede Dienstleitung passt für jeden Markt. Von besonderer Bedeutung für die DMAN sind Russland und China, wo die DMAN seit langem eigene Repräsentanzen unterhält, die auch als Vertretungen des Landes Niedersachsen in den jeweiligen Ländern fungieren.

Insbesondere für diese „pflegeintensiven“ Länder besteht hoher Beratungsbedarf – unter anderem in Hinblick auf Zertifizierungsfragen oder Produktnachverfolgung. Die Terminlisten der beiden Vertreterinnen aus Moskau und Shanghai, Anna Urumyan und Kun Guo, waren deshalb auch in diesem Jahr wieder gut gefüllt – sowohl bei den Einzelgesprächen in Hannover als auch für Frau Urumyan anschließend in Osnabrück und für Frau Guo in Oldenburg und Braunschweig. Diese individuellen Beratungen sind besonders effizient und nützlich für Unternehmen mit Vorhaben auf den neuen Märkten oder aktuellen Fragen zum „Doing Business“ in diesen Ländern.

Was gibt es Neues zu Russland, fragten wir Anna Urumyan: „In Russland liegt der Fokus momentan auf Produktivitätssteigerung, Digitalisierung, Abfallwirtschaft, neuen modernen Infrastrukturen und Umwelt. In allen diesen Bereichen öffnen sich Chancen für niedersächsische Unternehmen. Wer dabei sein möchte, sollte flexibel, innovativ und nachhaltig sein. Wir unterstützen gern mit praktischen Instrumenten, die nicht nur auf die Marktanforderungen abgestimmt sind, sondern auch das Interesse der niedersächsischen Unternehmen berücksichtigen. Was sind unsere Best Practices? Markteintritt und Marktpräsenz mit einem Gemeinschaftsbüro, in dem man unbürokratisch und zu geringen Kosten erste Aktivitäten entfalten und die Nähe zu potentiellen Kunden vor Ort aufbauen kann. Professionelles Key Account Management ist dabei das A und O der Marktentwicklung. Praktische Unterstützung, Beratung und Abwicklung bei der Liefer- und Zollabfertigung – unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns, transparent und effizient alle Herausforderungen des Imports nach Russland zu meistern.“

Für China standen in den Beratungsgesprächen die Suche nach geeigneten Vertretern vor Ort, die Ein- und Ausfuhrbestimmungen, Lizenzfragen sowie allgemeine Fragen zum Markteintritt und zu den Importvorschriften im Mittelpunkt der Beratungsgespräche, aber auch Fragen zu Produktionsmöglichkeiten und Baugenehmigungen.

Hinweis für niedersächsische Unternehmen:
Die Ausschreibung zum 11. Niedersächsischen Außenwirtschafspreis ist eröffnet, Bewerbungen sind bis zum 5. Februar 2020 möglich. Die Preisverleihung findet anlässlich des 11. Niedersächsischen Außenwirtschaftstags am 22. April 2020 auf der Hannover Messe statt.