Willkommen in Deutschland – willkommen in Russland

Außenwirtschaft soll keine Einbahnstraße sein. Auch wenn die deutsche Wirtschaft sehr stark exportorientiert ist, benötigt sie Zulieferungen aus dem Ausland. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass sehr lange Lieferketten bzw. räumliche Entfernungen in Krisensituationen problematisch sein können – das sollte zum Nachdenken anregen.

Russland ist bisher vor allem als Rohstofflieferant bekannt. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn es bildet sich zunehmend ein Mittelstand heraus, und viele russische Unternehmen qualifizieren sich als lokale Zulieferer für internationale Unternehmen.

„Deutschland ist die stärkste Volkswirtschaft in Europa und eine der größten der Welt. Wenige Staaten sind so intensiv in die Weltwirtschaft eingebunden wie unser Land.“ So hochmotiviert präsentiert die bundeseigene Agentur Germany Trade and Invest (GTAI ) den Wirtschaftsstandort Deutschland. Und tatsächlich zeigen die Zahlen des russischen Außenhandelsumsatzes für die erste Hälfte 2020, dass Deutschland mit 19,1 Mrd. US-Dollar den stolzen zweiten Platz belegt.

Die bilateralen Geschäftsbeziehungen blicken auf eine lange Geschichte zurück. Früher lag dabei der Schwerpunkt fast ausschließlich auf dem Export von Deutschland nach Russland. Nun aber beobachten wir verstärkt, dass russische Unternehmen mit Begeisterung auf Deutschland als Absatzmarkt blicken, sei es für Zulieferlösungen, IT-Produkte, Halbrohstoffe oder Lebensmittel.

Eine Markterschließung stellt jedoch immer eine Herausforderung dar, und sie kann ziemlich kompliziert und riskant sein, wenn man sich nicht in den geschäftlichen Gepflogenheiten, rechtlichen und steuerlichen Fragen, bestehenden Vertriebsstrukturen oder interkulturellen Aspekten eines Landes auskennt.

Daher ist sehr wichtig, profunde Kenntnisse über den Zielmarkt zu sammeln, insbesondere über Kunden, Wettbewerber, Förderinstrumente und Netzwerke. Noch besser ist es, wenn der russische Exporteur einen zuverlässigen strategischen Partner in Deutschland findet, der ihn bei der Planung und Durchführung seines Vorhabens berät und unterstützt.

Einer der Schwerpunkte der DMAN-Arbeit liegt seit über 30 Jahren auf der Förderung von Kooperationen zwischen Deutschland und Russland mittels Beratung, Coaching und Weiterbildung.  Wir haben viele praktische Ansätze und Instrumente zur Erschließung des deutschen Markts  entwickelt. Sehr gefragt ist in letzter Zeit unser Office-in-Office-Angebot für einen schnellen Einstieg ohne Bürokratie und hohe Investitionskosten.

Für unsere Partner suchen wir immer nach maßgeschneiderten Lösungen, wir denken mit und erarbeiten individuelle Ansätze. So haben wir angesichts der weltweiten Covid-19-Pandemie auch unsere Unterstützung bei der Durchführung individueller Geschäftsreisen nach Deutschland in Online-Angebote umgewandelt.

Gleichzeitig unterstützt die DMAN deutsche Unternehmen, die neue Zulieferer finden oder Entwicklungsleistungen im Ausland beauftragen wollen, bei der Suche nach geeigneten Partnern in Russland. Durch unsere langjährigen Kontakte in Wirtschaft, Verwaltung und Hochschulen vor Ort können wir Ihre Anfragen zielgerichtet platzieren.

Bei Interesse oder Fragen sprechen Sie uns bitte an. Auf Ihre Nachricht freuen sich Frank Neumann in Celle und Anna Urumyan in Moskau.